Osterinsel

Lage und Geographie

Die Osterinsel (oder auch "Rapa Nui" oder "Isla de Pascua") liegt im Pazifischen Ozean, 3700 Kilometer vom südamerikanischen Festland entfernt und über 2000 von der nächsten bewohnten Insel, weiter noch von Tahiti. Die enorme Entfernung zur nächsten größeren Landmasse macht die Insel, die politisch zu Chile gehört, geographisch aber dem polynesischen Dreieck zuzuordnen ist, zu einem sehr einsamen Ort, der ohne seine besondere Vergangenheit vermutlich wenig internationales Interesse genießen würde.

Die Form der nur knapp 170 Quadratkilometer großen Insel ist ein Dreieck mit dramatischen Ursachen - die drei Eckpunkte werden von den Resten dreier großer, mittlerweile aber erloschener Vulkane gebildet, die sich aber noch immer über 500 Meter über den Meeresspiegel erheben. Der vulkanische Ursprung der Insel zeigt sich auch in anderen Landschaftsmerkmalen wie den Kraterseen, der hügeligen Landschaft und den Steilküsten sowie der Tatsache, dass überall Lavabrocken und natürliche Höhlen zu finden sind .

Krater und Landschaft

Die karge Landschaft vor einem der Vulkankrater

Die vulkanische Erde mit ihren vielen Mineralstoffen sollte ein guter Grund für eine dichte Vegetation auf der Insel sein, doch außer Büschen und widerstandsfähigem Gras gibt es kaum Bewuchs auf der Osterinsel. Pollenfunde belegen jedoch, dass die Insel in früherer Zeit bewaldet gewesen sein muss. Die intensive Rodung des Baumbestandes ist eine Folge der Geschichte der Insel. Bis heute hat sich die Vegetation nicht von diesem Raubbau durch die Menschen erholt.