Osterinsel

Entdeckung und Besiedlung

Obwohl die Osterinsel heute Chile zugerechnet wird, waren es doch die Polynesier, die das Eiland für sich entdeckten. Sie sind auch die Vorfahren der heutigen Inselbewohner. Die ersten Entdecker kamen vermutlich bereits 700 n.Chr., gefolgt von einer zweiten Gruppe um 1400, auf der Suche nach neuem Land. Die großen Doppelrumpf-Kanus, mit denen sie sich dem Meer anvertrauten, bewiesen dabei eine erstaunliche Seetüchtigkeit und die Konstitution der Seefahrer, die auch lange Phasen des Hungers und der Entbehrung überstehen konnten, erlaubte ihnen solche weiten Fahrten ins Ungewisse.

Rapa Nui - die Osterinsel

Rapa Nui - die Osterinsel

Die zweite Gruppe bestand nicht nur aus Männern, sondern einem gesamten Volksstamm unter der Führung Hotu Matua, die zudem alle Zuchttiere und Kulturpflanzen mit sich brachten, die sie zum Leben brauchten. Sie landeten in der Bucht, die noch heute nach dem Monat der Ankunft "Anakena" - August - genannt wird. Die Abgeschiedenheit der Insel bot einen effektiven Schutz vor äußeren Einflüssen, es gab keine Kontakte zu anderen Völkern. Die Insulaner nannten ihre neue Heimat demnach auch "Te Pito O Te Henua", was übersetzt "Der Nabel der Welt" bedeutet. Andere Menschen und Länder wurden in dieser Abgeschiedenheit zu reinen Geschichten.